Von Talheim nach Beilstein

Wanderung im Unterland, Führung: Andreas Fila

Per Bus ging es am Sonntag, den 15. April 2012 gemeinsam mit der Ortsgruppe Waldhausen ins Unterland.

p1540259 p1540256

p1540272 p1540282

Von Talheim aus wanderten wir zunächst an der Schozach entlang bis zum Württembergischen Landgraben. Diesem folgten wir aufwärts und gelangten nach Schozach.

p1540292 p1540308

Entlang des dortigen Steinbruchs kamen wir wieder ins Schozachtal. Weiter ging es vorbei an Ilsfeld und Auenstein nach Beilstein.

p1540321 p1540317


Im Tal verlief die Wanderstrecke teilweise auf der Trasse der schon lange stillgelegten Bottwartalbahn, leicht erkennbar an der äußerst geringen Steigung und den sanften Kurven.

Das Wetter war besser als von den „Meteorolügen“ vorausgesagt – trübe und windig, aber trocken. Erst wenige Kilometer vor dem Ziel begann es ein wenig zu regnen. Im altbekannten Gasthof Lamm in Beilstein kehrten wir zum Abschluss ein.

Die abwechslungsreiche Wanderstrecke mit geringen Höhenunterschieden ist etwa 14 Kilometer lang und eignet sich teilweise auch für eine Radwanderung.

Fotos: GK

Über den Hagberg nach Horlachen

Wanderung westlich von Gschwend, Führung: Günther Kößler

Am Sonntag, den 1. April 2012 starteten wir um 10 Uhr auf dem P&R-Platz nördlich vom Bahnhof Lorch. In Fahrgemeinschaften ging es über Alfdorf, Kapf, Vorder- und Hintersteinenberg zu dem Parkplatz, der sich kurz hinter Seelach nach einer langgezogenen Rechtskurve wenige Meter südöstlich der B298 befindet.

Bei strahlendem Sonnschein, kühler Luft und wenig Wind begaben sich 29 Erwachsene und ein Hund auf die Strecke. Über den Grillplatz und vorbei am Hohfeld (576 Meter über NN) kamen wir nach Hugenbeckenreute. Kurz danach hatten wir 100 Meter der L1080 und 200 Meter schlechten Weg bergab zu bewältigen. An dem dann erreichten tiefsten Punkt der Wanderung liegt die Brandhofer Öl- und Sägemühle (474 Meter über NN).

p1540070 p1540083

Zufällig war der Besitzer anwesend, so dass wir auch einen Blick ins Untergeschoss werfen konnten – die erste außerplanmäßige Überraschung des Tages. Dort befindet sich die Haferstampfe, mit der die Mühle im Schwäbischen Wald die einzige ist und damit ein Vorzeigeexemplar. Über den Brandhof erreichten wir anschließend auf mäßig steilem Weg den höchsten Punkt der Wanderung.

Der markante, 23 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Hagberg (585 Meter über NN) bot weite Blicke in die Umgebung von Gschwend. Eine ausgiebige Vesperpause nutzten die Teilnehmer zur gemütlichen Unterhaltung und zum Aufstieg auf den Turm.

p1540098 p1540141

Vorbei am Wasserhof gelangten wir nach Horlachen. In diesem Teilort von Gschwend befindet sich das Heimatmuseum, bei dem wir gegen 13.30 Uhr eintrafen. Erwin Holzwarth, einer der zahlreichen Aktiven vom Heimat- und Geschichtsverein, führte uns durch die Sonderausstellung „Märkte, Maße, Gewichte und Waagen“. Das 2012 seit 250 Jahren bestehende Marktrecht der Gemeinde Gschwend war Anlass für diese Ausstellung. Von der filigranen Fadenwaage über Apothekerwaagen bis zur Dezimalwaage bewunderten wir zahlreiche Ausstellungsstücke. Auch für die ständigen Ausstellungen und die Einkehr im Museumscafé begeisterte sich die Wandergruppe.

p1540155 p1540166 p1540181

Um 16.20 Uhr traten wir den Rückweg an. Allerdings kamen wir nicht weit, denn nach kaum 200 Metern saugte Hans Peter Fischer mit seiner – wahrscheinlich weltweit größten – Backstein-Sammlung die Wandergruppe förmlich auf. Das war die zweite Überraschung des Tages.

Wir hätten Herrn Fischer gerne noch viel länger zugehört, aber dann wäre der Zeitplan total aus den Fugen geraten. Die bis zu 1800 Jahre alten Backsteine sollten Grund genug sein, Horlachen wieder einmal einen Besuch abzustatten.

Auf sehr guten Wegen und vorbei an vielen Frühlingsblüten kamen wir zum Parkplatz zurück. Im Landgasthaus Lamm in Hintersteinenberg ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.

p1540192 horlach

Die Speisekarte scheint keine Wünsche offen gelassen zu haben. Lob gilt auch dem großen Salatbuffet und der flotten Bedienung. Zum Abschluss und als dritte Überraschung des Tages unterhielt uns der Wirt mit Harmonika und Gesang. Zahlreiche Gäste stimmten mit ein.

Die Wanderstrecke ist rund 10 Kilometer lang. Auf- und abwärts geht es je 235 Meter. Die reine Gehzeit beträgt knapp drei Stunden.

Fotos: GK

Kulturausfahrt „Für Seele und Leib“

Rückblick auf eine Veranstaltung gemeinsam mit der Ortsgruppe Waldhausen

Am Samstag, den 21. Januar 2012 schlossen wir uns der Ortsgruppe Waldhausen an und fuhren nach Hohenberg und Rosenberg. Mit 42 Personen war der Bus gut belegt.

P1510796 P1510808 P1510844

P1510848 P1510868 P1510859

Wir besuchen die Wallfahrtskirche Hohenberg mit Führung durch die Krippenausstellung und Erklärung der Glasfenster. Der weithin bekannte Pfarrer und Künstler Sieger Köder war von 1975 bis 1995 in der Pfarrei Rosenberg und Hohenberg tätig. Während dieser Zeit schuf er viele Kunstwerke. Besonders zu erwähnen sind

– die Glasfenster der Jakobuskirche in Rosenberg,
– die Fassade des Pfarrhauses am Hohenberg,
– der Flügelaltar der Rosenberger Kirche und
– die Krippen in den Kirchen von Hohenberg und Rosenberg.

Sieger Köder gab der Jakobuskirche Hohenberg ihr ursprünglich romanisches Innere zurück. Er gestaltete siebzehn Bildfenstern im Obergaden, sechs in den Seitenschiffen, zwei im Querschiff sowie eine Rosette im Westgiebel. Glasfenster befinden sich auch in der Aussegnungshalle, weitere Werke am West- und Ostgiebel des Jakobshauses.Anschließend fuhren wir mit dem Bus nach Rosenberg. Dort steht in der Pfarrkirche ein Flügelaltar von Sieger Köder, der in besonderem Maße die Ausstrahlung, Wirkung und Aussagekraft der Bilder des Künstlers unterstreicht.

Seit Juni 2011 hat die Gemeinde Rosenberg ein „Sieger Köder-Museum“, das wir nach der Kirchen- und Krippenbesichtigung im Rahmen einer Führung besuchten. Der Bibelgarten und das Museum sind wahrlich sehenswert. Zum Abschluss kehrten wir im „Gasthaus Frieden“ ein.

Fotos: GK

Familienabend 2011

Mitte November 2011 fand unser Familienabend im gut gefüllten Saal des Waldcafé Restaurant Muckensee statt. Neben vierzig Teilnehmern war auch Gauvorsitzender Gerhard Vaas zu Gast. Er und der Vorsitzende der Ortsgruppe Lorch, Michael Schmidt ehrten diesmal neun langjährige Mitglieder.

Seit 25 Jahren ist Claudia Wagenblast dabei. Mehrere Jahre war sie Jugendleiterin und ist zurzeit Schriftführerin. Auch bei Festen hilft sie mit ihrer Familie fleißig mit. Der zweite 25jährige ist Heinz Molt, der ebenso lange unser zweiter Vorsitzender ist und sich bei Festen mit seiner Gattin Waltraud immer noch kräftig engagiert.

Seit 40 Jahren ist Alfred Metzger im Albverein. Aus zeitlichen Gründen konnte er leider nicht anwesend sein. Vier Mitglieder sind seit 50 Jahren im Albverein. Helga Walter, Karin Müller und Eberhard Brucker erhielten ihre Ehrungen zu Hause. Nur Hermann Beuther konnte seine Ehrung beim Familienabend entgegen nehmen.

P1030594

Heinrich Bihlmaier und Benedikt Schwab blicken auf 60 Jahre im Albverein zurück, konnten an diesem Abend aber auch nicht dabei sein. Benedikt Schwab war viele Jahre gemeinsam mit seiner Frau im Beirat der Ortsgruppe und ist immer noch aktiv bei den Montagswanderern. Michael Schmidt wünschte allen Jubilaren gute Gesundheit und noch viele Jahre Freude am Albverein. Gerhard Vaas verlieh an Johannes Schmiedt und Gunther Belser die silberne Ehrennadel, an Michael Schmidt den Ehrenschild des Schwäbischen Albvereins.

Michael Schmidt präsentierte das Reiseprogramm für die Wanderausfahrt 2012 in den Bayerischen Wald. Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich für diese attraktive Fahrt anzumelden. Ingrid Fritz erfreute die Teilnehmer mit musikalischen Einlagen. Johannes Schmiedt führte seinen Film über die Wanderausfahrt nach Pfunds vom Juli dieses Jahres vor. Gerlinde Lüftner und Waltraud Rieger unterhielten die Gäste mit einem Sketch. Das Publikum belohnte alle Mitwirkenden reichlich mit Beifall. Wer nicht dabei war, hat mehr als nur einen gemütlichen Abend verpasst.

Vom Reinhold-Maier-Turm nach Börtlingen

Am letzten Oktobermontag 2011 fuhren die Montagswanderer per Bus nach Breech zum Reinhold-Maier-Turm.

P1510207 P1510188 P1510204

Den kennen viele noch als Wasserturm, obwohl er nie der Wasserspeicherung diente. Zweck war nur der Ausgleich von Druckschwankungen des Wassers in der ankommenden Fernleitung. Der 10.000 Kubikmeter fassende Wasserbehälter befand sich unter der Erde. Zur Anlage gehörten auch acht Kleinstturbinen. Sie wandelten die auftretenden Wasserströmungen in elektrischen Strom um.

Am Turm wartete bereits Wanderführer Bernd Rogoll. Franz Wenka, Bürgermeister von Börtlingen, ließ es sich nicht nehmen, die Wanderer ganz persönlich zu begrüßen. Vor der Besteigung des Aussichtsturms erzählte er über dessen Geschichte. Die Hürden der deutschen Baubürokratie kamen ebenso vor wie eine Anekdote über den ersten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, nach dem der 25 Meter hohe Turm benannt wurde.

Von der Aussichtsplattform in 510 Meter Höhe über dem Meeresspiegel genießt man bei guter Sicht die prächtige Landschaft, von der Schwäbischen Alb bis zum Rosenstein. An diesem Montag verhinderte dies leider der herbstliche Dunst.

P1510227 P1510228

Entschädigung bot die Nachmittagssonne zusammen mit der wunderschönen Laubfärbung auf der Breecher Höhe. Nach der Turmbesteigung wanderten wir entlang der Hangkante, später über eine weite Ebene nach Börtlingen.

P1510214 P1510238

Im Landgasthaus Löwen konnte sich jeder stärken, bis uns der Bus abholte. Diese Wanderung dürfte den Teilnehmern noch lange in allerbester Erinnerung bleiben.

Fotos: GK

Ins Dürrbachtal zum Juchtenkäfer

Wanderung in Stuttgart, Führung: Hermann Hohner
Per Bahn und Stadtbahn fuhren wir am 7. August 2011 zum Marienplatz in Stuttgart Heslach. Die Zahnradbahn brachte uns bequem auf den Haigst. Von dort gelangten wir zur Neuen Weinsteige und der Geroksruhe.

P1470627 P1470636 P1470639

Auf schönen ebenen Waldwegen wanderten wir vorbei am Frauenkopf ins Dürrbachtal zum Dürrbachweiher.  Auch dort soll der durch die Proteste gegen „Stuttgart 21“ berühmt gewordene Juchtenkäfer zu Hause sein. Leider begegnete uns keines der geschützten Tiere.

P1470644 P1470667 P1470657

Wanderführer Hermann Hohner wusste Rat und teilte zum Trost essbare Käfer-Verwandte an die Wanderer aus. Über die Waldebene Ost gelangten wir anschließend zur Wangener Höhe und zur Schillerlinde. Hier erwartete uns eine traumhafte Aussicht ins Neckartal. Durch eine große Gütlelandschaft und interessant angelegte Weinberge stiegen wir ab ins Neckartal nach Hedelfingen.

P1470684 P1470677 P1470690

Zum Abschluss kehrten wir in Wangen im Restaurant Löwenstube des Hetzel Hotel Löwen ein. Die Wartezeit bis zur Abfahrt des Zuges wurde mit einem Bummel durch die Bad Cannstatter Fußgängerzone überbrückt.

Fotos: GK

Zum „Schloss des Jahres 2011“

Am Sonntag, den 24. Juli 2011 besuchten die Ortsgruppen Dettenhausen und Waldhausen den Schwäbischen Albverein Lorch. Wir trafen uns um 10 Uhr am Lorcher Bahnhof. Der Ortsgruppenvorsitzende Michael Schmidt begrüßte die Gäste. Wanderführer Johannes Schmiedt gab einige Erläuterungen über das Klosterstädtchen Lorch ab. Danach führte er die 27 Teilnehmer über den Muckensee durch den Schurwald hinauf, vorbei an der Eberhardsklinge. In dieser befindet sich an der Felswand eine Schrift aus dem Jahre 1724: VIVAT ELHZW

2011wae2 2011wae4

Weiter ging die Wanderung stetig bergan zum Sühnekreuz aus dem 15. Jahrhundert bei Oberkirneck. Hier ist es im Mittelalter zu einem Totschlag gekommen, erklärte Wanderführer Johannes Schmiedt. Er bezog sich auf die damaligen Vereinbarungen der kirchlichen und weltlichen Obrigkeit. Demnach musste ein Täter – meist neben der Erfüllung anderer Auflagen – auch ein solches Sühnekreuz errichten. Zwischen den betroffenen Parteien konnte so wieder Frieden hergestellt werden.

Durch Oberkirneck und den Golfplatz Hetzenhof – mit 27 Löchern und 6 Übungslöchern – verlief der Weg zum Wäscherhof und zum Wäscherschloss, immer mit guter Sicht auf die Kaiserberge.

waesch 2011wae1

Das Wäscherschlösschen, auch Schloss Wäscherburg genannt, wurde vom Land Baden–Württemberg für 500.000 Euro renoviert und zum „Schloss des Jahres 2011“ ernannt. Es führt zurück in die Stauferzeit von Friedrich von Büren, dem Vater von Friedrich von Staufen. Friedrich von Büren war verheiratet mit Hildegard von Egisheim im Oberelsass. Im Jahre 1250 hat der Stauferkönig Konrad IV. das Wäscherhoflehen mit Burg dem Kloster Lorch geschenkt.

Im Schloss kehrten die Wanderer zu einem kleinen Imbiss ein. Danach führte uns Johannes Schmiedt durch das romantische Beutental zurück nach Lorch. Im Waldcafé Restaurant Muckensee kehrten wir zum Abschluss der 12 Kilometer langen Wanderung ein. Auch die eher gemächlich verlaufenden 140 Meter Höhenunterschied haben alle gut überstanden. Michael Schmidt verabschiedete sich von den Dettenhauser Wanderfreunden mit dem Versprechen, im Jahr 2012 mit der Lorcher Wandergruppe einen Gegenbesuch in Dettenhausen zu machen.

Fotos: Verschiedene Autoren

Wanderausfahrt nach Pfunds

gemeinsam mit der Ortsgruppe Waldhausen

Am Samstag, den 2. Juli 2011 starteten die Reiseteilnehmer zu ihrer fünften, von Michael Schmidt organisierten Mehrtagesfahrt. Nach der Mittagspause folgten ein Besuch der mystischen Zammer Lochputzklamm und die Weiterfahrt zum Hotel Sonne in Pfunds.

Am 3. Juli brachten uns der Bus nach Nauders und die Seilbahn auf den Kleinmutzkopf (1812 m). Wie immer bei unseren Fahrten wurden Wanderungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden angeboten. Gruppe 1 wanderte mit Wanderführer Bruno auf einem Naturlehrpfad, der auch durch Hochmoore führt, zum Schwarzen See (1725 m) und zum Grünen See (1835 m). Weiter ging es über den Großmutzkopf (1907 m) – mit Sicht auf den Reschensee – zur Jausenstation Riatsch (1522 m). Bei einer Wanderstrecke von 11,3 Kilometern überwand Gruppe 1 laut GPS-Messung 624 Meter auf- und 1076 Meter abwärts. Gruppe 2 wanderte mit Michael Schmidt vom gleichen Startpunkt gemütlich zum Schwarzen See (1725 m) und durch das Rauchtal zur Jausenstation Riatsch.

P1450832 P1450931 P1450964

Beide Strecken am Dreiländereck in Nauders bieten Naturliebhabern eine überwältigende Vielfalt an blühenden Pflanzen. Die Seen erfreuten uns mit den am höchsten vorkommenden Seerosen in den Alpen. Am Abend besuchten wir das „Herz-Jesu-Konzert“ der Musikkapelle Pfunds, die für ihr sauberes Spiel und das weit gefächerte Repertoire mit viel Beifall belohnt wurde. Das Bergfeuer zum Herz-Jesu-Sonntag am Rauhen Kopf war durchaus beeindruckend.

Am 4. Juli folgte der Höhepunkt der Ausfahrt. Nach einem Aufenthalt am Reschensee (in der Ferne sieht man die Ortlergruppe) mit dem vom Dorf Altgraun übrig gebliebenen aus dem Wasser ragenden Kirchturm brachte uns der Bus nach Sankt Moritz (1856 m).

P1460025 P1460253 P1460684

Am Nachmittag folgte die Fahrt im Panoramawagen der Schmalspurbahn Bernina Express nach Tirano (429 m). Sie gilt als schönste Eisenbahnstrecke Europas, führt vorbei am Morteratsch-Gletscher und gehört zum UNESCO-Welterbe. Auf dem Gipfelpunkt bei der Station „Ospizio Bernina“ auf einer Höhe von 2253 Metern hat man einen herrlichen Blick auf die Seen Lago Nero und Lago Bianco. Von Tirano fahren wir mit dem Bus zurück nach Pfunds.

Der 5. Juli war ein Wander- und Bummeltag. Wir fuhren mit dem Bus in die Schweizer Exklave Samnaun zur 1995 erbauten, weltweit ersten Doppelstock-Seilbahn (1778 m). Diese brachte uns auf 2500 m hinauf und danach die Alp Trider Sattelbahn auf eine Höhe von 2263 m. Auf zwei unterschiedliche Wanderungen gelangten wir zur Alpe Bella (2380 m), um eine Pause einzulegen. Nach der Rückfahrt ins Tal gab es genügend Zeit, im zollfreien Samnaun günstig einzukaufen. Die suggerierten günstigen Preise konnten allerdings nicht im erwarteten Maß nachvollzogen werden. Zurück in Pfunds, trafen wir uns am Abend auf der Hotelterrasse zum gemeinsamen Singen und Musizieren. Dabei brachte Michael Kusanitsch sein „Orchester“ zu beeindruckenden Leistungen. Ein Jodelwettbewerb sorgte zusätzlich für gute Stimmung.

Am 6. Juli fuhr eine Gruppe mit Wanderführerin Gisela nach Spiss, auf der Sonnenseite des Samnauntales. Über Kirchsattel (1680 m), Gstalden (1715 m) und den Rauhen Kopf (2050 m) ging es zur Einkehr auf der Kobler Alpe (1921 m). Einige wanderten anschließend zur Kobler Kapelle, andere sogar bis hinab nach Pfunds. Die andere Gruppe wanderte mit Michael von Gstalden auf bequemem Weg zur Kobler Alpe. Zurück in Pfunds bot das Hotel am Abend musikalische Unterhaltung.

P1460927 P1470020

Bei der Heimreise am Donnerstag machten wir einen Abstecher ins Kaunertal, das wir bis in die Gletscherregion durchfuhren.

Zum Abschluss kehrten wir Gasthof Linde in Nietheim ein. Der Dank der Reisegruppe gilt neben Reiseleiter Michael Schmidt auch Wolfgang Rupp, dem Fahrer des 4-Sterne-Busses der Firma Remstal-Reisen, der uns viele Kilometer weit sicher beförderte.

(Fotos: GK)

Bahn frei für die Wasserspiele

Von zwei bis achtzig – viele Helfer bei der Schelmenklingenputzete

Wie jedes Jahr rief die Ortsgruppe Lorch des Schwäbischen Albvereins zum Putzen der Schelmenklinge auf. Über dreißig Helfer übertrafen am 16. April 2011 alle Erwartungen. Gut die Hälfte der Beteiligten stellte der Naturschutzbund mit seiner Lorcher Jugendgruppe (NAJU).

Eine Familie reiste – wie schon im Jahr zuvor – aus Welzheim an, um sich an den Arbeiten zu beteiligen. Die Aktion wurde von allen Altersgruppen getragen. Den Rahmen bildeten Roland Lillich (80) und die kleine Rebekka (2). Keine Frage, dass den Kindern auch das Spiel mit Wasser, Sand und Steinen großen Spaß bereitete.

schelm11 (Foto: GK)

Der Bachlauf wurde diesmal in Rekordzeit gereinigt. Ohne altes Laub, Tannenzapfen, Ästen und sonstigem Unrat können die Wasserspiele störungsarm laufen. Erste Modelle – unter anderem die Kugelbahn und das Glockenspiel – stehen bereits. Bis zu den Ostertagen soll auch der Rest aufgebaut sein.

Für das leibliche Wohl spendete die Stadtverwaltung Lorch Getränke und Vesper. Der Schwäbische Albverein dankt allen Helfern. Durch ihre großartige Unterstützung wird einer der wichtigsten touristischen Anziehungspunkte in Lorch am Leben erhalten.

(Text in Anlehnung an den Entwurf von Fabian Mayer, NAJU Lorch)

Vom „weiterweg“ nach Frickenhofen

Am 3. April 2011 wanderten wir unter Führung von Günther Kößler östlich von Gschwend. Die Strecke verlief auf einem Teil des „weiterweg“ – einem Walderlebnispfad der besonderen Art.

Start war am „weiterweg“-Parkplatz bei Rotenhar um 9.30 Uhr, Gesamtgehzeit bei gemütlichem Tempo etwa vier Stunden, Streckenlänge knapp acht Kilometer, Höhendifferenz 165 Meter.

P1420962 P1420957 P1420972

P1430003 P1430014

Ziel in Frickenhofen war der Landgasthof Sonne mit seiner empfehlenswerten Speisekarte und den freundlichen Bedienungen. Da wir zu schnell unterwegs waren, besuchten wir vor der Gaststätte noch die hübsch dekorierte Frickenhofer Kirche. An deren Mauer befindet sich außen eine alte Gedenktafel mit Bezug zu unserer Heimatstadt Lorch.

Auf dem Rückweg kamen wir über den Hohentannen (565 Meter über NN, höchster Punkt der Wanderung) zur Teufelskanzel und zurück zum Startpunkt. Bei sonnigem Wetter mit kaum spürbarer Bewölkung konnten wir reizvolle Blicke auf die Landschaft genießen – von der Hohenloher Ebene im Norden bis zu den Kaiserbergen im Süden.

Fotos: GK