„Gibt es hier echte Zwerge?“

Diese Frage war für die Kinder die wichtigste beim ‚Familienausflug in den Zwergenwald‘ am ersten Oktobersonntag. Unsere Ortsgruppe hatte zu der Wanderung eingeladen und bot Kindern und Eltern einen erlebnisreichen Nachmittag im Wald.

Es lag wohl am wolkenverhangenen Himmel, dass es sich nur ein paar unerschrockene Kinder mit ihrem Vater nicht nehmen ließen, an dem Ausflug teilzunehmen. So machte sich eine recht überschaubare Gruppe auf den Weg. Aber die hatte auf jeden Fall eine Menge Spaß. Michaela Spielmann, die neue pädagogische Mitarbeiterin der Hauptgeschäftsstelle in Stuttgart, entführte Kinder und Eltern in die geheimnisvolle Welt der Waldwesen. Um diese überhaupt sehen zu können, bekam jeder zu Beginn eine süße Beere mit Zauberkraft ausgeteilt.

Mit einem Zwergenbegrüßungsspiel und dem sportlichen Zwergenwettlauf ging es gleich recht zwergisch zu und die erste Etappe bis zum Zwergenwald war flugs gelaufen. Nur wer den Pflanzen und Tieren achtsam begegnet und es schaffte, geräuschlos am Waldhüter vorbeizukommen, durfte eintreten. Auf zwei Baumstämmen sitzend, lauschten die Kinder dann der Geschichte von Peter und Butzli, dem Zauberzwerg. In die Geschichte waren verschiedene Aktionen und Spiele eingebaut: ein Spiegellauf, das Suchen der von der Elfe verlorenen Miniflöte oder ein Versteckspiel mit zwei Vogelpfeifen. Die Kinder waren begeistert und stürmten anschließend ausgelassen zum Vesperplatz hinauf.

Nach der Stärkung räumten die Kinder kurzerhand den Bollerwagen um und setzten sich selbst hinein. Der Papa wurde immer wieder lautstark angespornt. In einem märchenhaften Waldstück mit Nadelbäumen und viel Moos ging es darum, Zwergenhäuser und Feengärten zu bauen. In kürzester Zeit entstanden in luftigen Höhen kleine Betten mit Moosdeckchen. Darunter wurde ein Gärtchen mit Bäumchen aus Farn und Zweigen angelegt. Auch die Erwachsenen wurden eingespannt, da die Kinder einen großen Unterschlupf für sich errichten wollten.

Zauberzwerge im Unterschlupf Immer kräftig ziehen

Und plötzlich entdeckte ein Mädchen den Zwerg Puck, der das geschäftige Treiben von einer Wurzel aus beobachtete. Welch ein Glück – es gibt sie also doch, die Zwerge! Puck bekam auch gleich ein gemütliches Plätzchen in einem Hängestuhl hergerichtet. Zum Abschluss gab es zum Entzaubern wieder die leckeren Beeren und das Waldhüter-Spiel musste noch einmal gespielt werden. Den Kindern hat das alles viel Spaß gemacht. Sie waren sich mit ihrem Papa einig: „Beim nächsten Mal sind wir wieder dabei!“.

Die nächste Veranstaltung, eine Fackelwanderung, wird voraussichtlich am 1. November hoffentlich bei besserem Wetter und mit noch mehr Familien stattfinden.

Sechs Tage im Salzburger Land

Angeregt durch einen Diavortrag über das „Großarltal – Tal der Almen“ von Reinhold Richter verbrachten Anfang Juli 50 Mitglieder und Gäste der Ortsgruppen Waldhausen und Lorch des Schwäbischen Albvereins vom 1. bis 6. Juli 2015 erlebnisreiche Tage. Im familiär geführten 4-Sterne-Hotel Roslehen in Großarl ließen wir uns mit modern ausgestatteten Zimmern und hervorragender Verpflegung verwöhnen.

Hotel Roslehen Blick über Großarl

Am zweiten Tag brachte uns der Bus zum Hotel Alpenklang auf 1050 Meter über NN. Von dort wanderte eine Gruppe mit Wanderführer Sepp Kendler zur Niggeltalalm (1507 Meter über NN). Nach einer ausgiebigen Pause ging es weiter zur Mooslehenalm (1449 Meter über NN), um sich mit den Kurzwanderern der zweiten Gruppe zu treffen, die mit Michael Schmidt gewandert waren. Auch hier ließ es sich mit einem faszinierenden Blick auf Großarl und die Gipfel der Hohen Tauern gut rasten.

Grasfrosch Schusterbock (siehe hier und hier)

Kühe Blick von der Mooslehenalm ins Großarltal

Am Freitag, den 3. Juli ging‘s per Bus zum Schloss Hellbrunn bei Salzburg. Das im frühen 17. Jahrhundert angelegte spätmanieristische Lustschloss wird gesäumt von weitläufigen Parkanlagen. Im Schlosspark sorgte der Führer (er hat wohl einen der schönsten Arbeitsplätze in Österreich) durch regen Gebrauch der historischen Wasserspiele für Abkühlung.

Maske als Wasserspiel Flink sein ist alles ...

Nach individuellem Bummel durch Park und Schloss folgte die Fahrt zur über 900 Jahre alten Festung Hohensalzburg, eine der größten Burganlagen Europas. Auch hier brachte eine Führung spannende Einblicke in die Baugeschichte der imposanten Wehranlage. Daneben bietet sie einen weiten Blick über die Dächer der Mozartstadt und in die umliegende Bergwelt.

 Festung Hohensalzberg Blick auf Salzburgs Dächer Rast auf der Kreealm

Der Samstag war wieder ein Wandertag. Der Bus brachte uns über den Ortsteil Hüttschlag zum Talende. Eine Gruppe wanderte mit Sepp Kendler vorbei am Kreealmwasserfall zur Kreealm (1483 Meter über NN).

Die andere wanderte mit Michael Schmidt am Hirschgehege vorbei zur Holzknechthütte und zum Ötzlsee, wo ein Kneippbecken für Erfrischung sorgte. Später trafen sich beide Gruppen zur Einkehr im Bauernladenstüberl. Abends unterhielt uns Mike mit seinem Akkordeon. Mehrere Sketche und Gedichte sorgten für Heiterkeit.

Am fünften Tag war das Dachstein-Gebiet mit seiner Seilbahn zum Dachstein Sky Walk unser Ziel. Von der frei über die Felsen des Hunerkogels hinaus ragenden Aussichtsplattform bietet sich den zahllosen Besuchern eine beeindruckende Fernsicht. Skilifte sorgten auf den Schneefeldern für regen Wintersportbetrieb.

Seilbahn zum Dachstein Lorcher Reisegruppe am Dachstein Mit Hut wäre es nicht auszuhalten ...

Anschließend besichtigten wir den Dachstein Eispalast. Entstanden ist diese Welt tief im Inneren des Gletschers im Jahr 2007. Mit Hilfe professioneller Eisschnitzer aus China entstanden aus Eis und Schnee Figuren, Säulen und ein Kristalldom. In Nischen verbergen sich mystische Gestalten der Region, wie der „Tatzelwurm“, ein Bär oder das „Dachsteinweibl“.

(Eis)Bär Eissäulen Hai

Am Abend verabschiedete Michael Schmidt unseren Wanderführer Sepp Kendler, der uns bei den Wanderungen sehr einfühlsam und engagiert begleitet hatte.

Während es in den drei Wochen zuvor im Großarltal nur geregnet hatte, konnten wir während der gesamten Ausfahrt allerbestes Sommerwetter genießen. Erst am Morgen des letzten Tages vergoss der Himmel ein paar Tränen über unsere Abreise. Über Sankt Johann im Pongau, Saalfelden, Sankt Martin, Lofer und Kirchdorf in Tirol ging’s zur Griesner Alm. Eine zweistündige Pause nutzten viele zur Einkehr oder für eine Wanderung zur Fischbachalm.

Gasthaus Linde in NietheimZum Abschluss der Wanderausfahrt kehrten wir wieder einmal im Gasthaus Linde in Nietheim ein. Organisator Michael Schmidt dankte allen, die zum Gelingen der Ausfahrt beigetragen hatten. Mike Kusanitsch erwiderte den Dank im Namen aller Reiseteilnehmer. Lob und Dank galten auch unserem Busfahrer Werner Kempfle. Er nahm sogar an den Wanderungen teil und kümmerte sich bei jeder Gelegenheit rührend um seine Fahrgäste.

Am Samstag, den 21. November 2015 blicken wir ab 14 Uhr im Wanderheim der Ortsgruppe Waldhausen auf diese Ausfahrt zurück.

Hauptversammlung 2015

An der Hauptversammlung der Ortsgruppe Lorch des Schwäbischen Albvereins nahmen am Freitag, den 6. März 2015 im großen Saal des „Muckensee – Waldcafe und Restaurant“ fast 30 Personen teil. Vorsitzender und Wanderwart Michael Schmidt begrüßte die Teilnehmer. Mit einer Schweigeminute wurde der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder Fritz Mühlbach und Karl Lauber gedacht. Die Fachwarte zogen in ihren Berichten überwiegend positiv Bilanz.

Am 31. 12. 2014 hatte unsere Ortsgruppe 145 Mitglieder, drei weniger als ein Jahr zuvor. Michael Schmidt mahnte, bei der Mitgliederwerbung nicht nachzulassen. Die mit der Ortsgruppe Waldhausen abgestimmte Wanderplanung ist weiter gut gediehen. Unsere Ortsgruppe bot 2014 ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Spektrum von Aktivitäten. Michael Schmidt zählte 22 Wanderveranstaltungen auf. Daran nahmen 442 Erwachsene (69 weniger als 2013) teil. Kein einziges Kind war bei den Wanderungen dabei – Zeichen für eine starke Überalterung unseres Vereins? Immerhin konnte dank der Kooperation mit der Ortsgruppe Waldhausen ein relativ gutes Beteiligungsniveau gehalten werden. Insgesamt wurden 4641 Kilometer erwandert (im Vorjahr 7038), was etwa der Strecke von Gibraltar nach Moskau entspricht. Michael Schmidt, der auch Wanderwart ist, dankte allen Wanderführerinnen und -führern für ihre Mühe beim Vorbereiten der Wanderungen. Auch im laufenden Jahr ist der Veranstaltungskalender reichlich gefüllt. Die Mehrtagesfahrt ins Großarltal mit zahlreichen attraktiven Programmpunkten ist bereits ausgebucht.

Kassenwart Bernd Waldhauer berichtete von einem gut ausgeglichenen Haushalt. Prüfer Rudi Rohr attestierte ihm hervorragende Arbeit und schlug seine Entlastung vor.

Kultur- und Wegewart Johannes Schmiedt berichtete über die die Arbeit an den 50 Kilometern Wanderwege auf Lorcher Gemarkung. 50 Arbeitsstunden mussten aufgewendet werden, um die ordnungsgemäße Beschilderung der Wege zu gewährleisten. Wegen Holzfällarbeiten und mutwilligen Beschädigungen muss immer wieder etwas ausgebessert werden, damit unsere Wanderer ungehindert laufen können. Sorgen macht der Weg durch die Schelmenklinge. Durch Erdrutschungen im hinteren Bereich ist eine Durchwanderung oft beschwerlich. Für den hier verlaufenden Main-Neckar-Rhein-Weg muss einiges getan werden. Dankesworte fand Johannes Schmiedt für Richard Hieber, Gerhard Heinrich, Horst Fritz und Robert Haspel. Sie helfen ständig bei der Sauberhaltung der Wanderwege mit.

Die Schelmenklingengruppe hatte wieder ein arbeits-, aber auch erfolgreiches Jahr hinter sich. Gunther Belser dankte allen Mitarbeitern. Sie leisteten ehrenamtlich sehr viele Arbeitsstunden in den Werkstätten und in der Schelmenklinge. Im Winter reparierten sie in der Werkstatt in Strauben die Modelle. Schon vor dem 1. Mai waren etwa 25 davon im Betrieb. Dank geht auch an die Familie Weller für die kostenlose Überlassung der Werkstatt. Finanziell trägt sich die Schelmenklinge selbst. Knapp 1000 Euro für Material, Farbe und etwas Werkzeug benötigten wir im vergangenen Jahr, finanziert durch einige großzügige Spenden und den Zuschuss von der Stadt Lorch. Erwähnt sei der Einbruch in das Gerätedepot. Jemand wollte kurz vor Saisonende auf stümperhafte Weise die kleine Spendenkasse ausräumen. Es entstand aber nur Sachschaden. Den – ohnehin geringen – Inhalt der Spendenkasse konnte der Täter nicht erreichen.

Seinen Bericht über die Montagswanderer begann Gunther Belser mit einem herzlichen Dank an alle Mitarbeiter und Wanderfreunde, die im Jahr 2014 wieder zahlreich dabei waren. Durchschnittlich nahmen 38 Personen an einer Veranstaltung teil. Sie erwanderten 2170 Kilometer. Insgesamt waren es 456 Teilnehmer. Der Kassenbericht fiel dank des gut besuchten Beutentalfests positiv aus. Es fand leider zum letzten Mal statt. Eine lange Tradition ist damit vorbei. Auf ein Sommerfest wird in Zukunft trotzdem nicht verzichtet. Nach sehr vielen Jahren tritt Anneliese Vogel mit großem Bedauern vom Amt als Kassenwart der Montagswanderer zurück.

Pressewart Günther Kößler berichtete über seine Tätigkeit, zu der auch die Umstellung der Internetseiten auf das neue, vom Hauptverein bereit gestellte System gehörte. Dabei übertrug er auch alle Inhalte aus dem bis Anfang 2014 genutzten Auftritt. So können alle Rückblicke auf vergangene Veranstaltungen auch weiterhin abgerufen werden.

Die anwesenden Mitglieder erteilten den Fachwarten anschließend Entlastung. Michael Schmidt dankte allen für ihre langjährige Mitarbeit. Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes schlug Johannes Schmiedt einen Veranstaltungsabend anlässlich des 125 jährigen Bestehens der Ortsgruppe im Jahre 2016 vor. Die Anwesenden begrüßten diese Idee. Zum Abschluss führte Günther Kößler Digitalfotos von den neuesten Wanderveranstaltungen und ein Video über die Schelmenklinge vor.

Jetzt alle Informationen auf den neuen Internetseiten

Nach mühevoller Arbeit ist seit dem 27. Juli 2014 der Umzug unserer bisherigen Internetseiten auf die neue Internetadresse abgeschlossen. Die neuen Seiten haben das gleiche Design wie die unseres Hauptvereins und lassen sich dank WordPress fast ohne zusätzliche Software pflegen.

Die über viele Jahre angesammelten Rückblicke, Veranstaltungskalender ab 1936, Berichte über Hauptversammlungen, Familienabende, Putzaktionen in der Schelmenklinge und sonstige Informationen wurden auf die neuen Seiten übertragen. Falls Sie etwas vermissen, nehmen Sie bitte per mit unserem Internetbeauftragten Kontakt auf.

Gleiches gilt, falls der eine oder andere Link nicht funktioniert. Ursache kann zum einen ein Fehler innerhalb der Ortsgruppenseiten sein. Im schnelllebigen Internet kann es aber auch Änderungen geben, die man erst beim Aufrufen der verlinkten Seiten bemerkt. Da es auf unseren Seiten sehr viele Links gibt, ist es unmöglich, ständig alle zu überwachen.

Die meisten Fotos in den Beiträgen werden nur als Vorschaubilder dargestellt. Wollen Sie ein Bild in voller Größe sehen, klicken Sie einmal mit der linken Maustaste darauf. Sind mehrere Bilder in einem Beitrag, können Sie durch Klicken auf “WEITER” am rechten Bildrand zum nächsten weiterschalten. Am linken Rand geht es entsprechend “ZURÜCK”.

Und nun viel Spaß mit den neuen Internetseiten der Ortsgruppe Lorch!

Montagswanderer genießen Bietigheim

Jedes Jahr einmal sind die Senioren des Lorcher Albvereins einen ganzen Tag lang unterwegs. Am letzten Montag im August starteten 46 Personen per Bus nach Bietigheim-Bissingen. Gestärkt durch die obligatorische Butterbrezel wanderten die meisten Teilnehmer auf den Höhen nördlich von Bietigheim. Unterwegs gab es herrliche Ausblicke auf die Stadt, auf den markanten Eisenbahnviadukt, das Enztal und in Richtung Ludwigsburg. Besonders fiel allen die wenig bekannte Ansicht des „höchsten Berges“ Baden-Württembergs auf – hinauf kommt man in wenigen Minuten, herunter aber möglicherweise erst Monate oder Jahre später. Gemeint ist der Hohenasperg mit seiner beeindruckenden Festung.

Pünktlich zur Mittagszeit trafen sich alle im Restaurant Rossknecht im wunderschön renovierten Alten Schloss mitten in der Altstadt. In zwei Gruppen starteten um 14 Uhr die Stadtführungen. Eine mit der „Magd Ursel“, die im Jahr 1690 lebt, mit uns auf den Markt geht und uns dabei das damalige Bietigheim zeigt. Mit der 100 Jahre älteren „Hanna Hornmold“ war die andere Gruppe unterwegs. Deren Vater war als Vogt ein enger Vertrauter von Herzog Ulrich und mächtiger als der Bürgermeister.

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In der Vinothek holte ein Glas hervorragenden Sekts die Ausflügler in die Gegenwart zurück. Zum Abschluss kehrten sie in der Besenstube der Pension Römerhof in Burgstetten-Kirschenhardthof ein. Um 20 Uhr zurück in Lorch, waren alle Teilnehmer hoch zufrieden und dankbar für den schönen Tag.

Das Deutsche Wanderabzeichen

Der Deutsche Wanderverband stellt seit geraumer Zeit den Vordruck „Deutsches Wanderabzeichen – Meine Outdooraktivitäten“ zur Verfügung. Damit ist es möglich, das Deutsche Wanderabzeichen zu erwerben. Für Erwachsene, Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen gelten unterschiedliche Anforderungen. Bei jedem Wanderverein innerhalb des Deutschen Wanderverbands bestätigt Ihnen der Wanderführer die Teilnahme.

Auch die Ortsgruppe Lorch des Schwäbischen Albvereins unterstützt Sie beim Erwerben des Deutschen Wanderabzeichens. Weitere Informationen erhalten Sie hier oder über unsere Ansprechpartner.

Sechs Tage im grünen Vogtland

Nicht genug, dass es im Vogtland fast 70 Ortsnamen gibt, die „grün“ enthalten. „Grün“ scheint auch die dominierende Farbe in der Landschaft zu sein. In dieser schönen Gegend verbrachten 50 Mitglieder und Gäste der Ortsgruppen Lorch und Waldhausen des Schwäbischen Albvereins vom 4. bis 9. Juli 2014 erlebnisreiche Tage. Unterkunft war das IFA Schöneck, Hotel & Ferienpark. Schon ab den 70er Jahren erbaut, wurde es immer wieder modernisiert und um neue Attraktionen ergänzt. Es macht einen sehr guten Eindruck und bietet für Jung und Alt zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

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Einer der modernsten Busse der Firma Remstal-Reisen Kolb war voll besetzt und brachte die Reisenden in wenigen Stunden ans Ziel. Vor dem Bezug der Zimmer gab es noch Zeit für einen Bummel zur nahe gelegenen Meilerhütte, um einen Imbiss einzunehmen.

Am zweiten Tag standen verschiedene Wanderungen auf dem Programm. Wanderführerin Anja führte die große Gruppe an einer Kohlemeiler-Attrappe und der großen Pinge vorbei zum Schneckenstein, dem einzigen oberirdischen Topasfelsen auf der nördlichen Erdhalbkugel. Auf seinem Gipfel erreicht man eine Höhe von 883 m über NN. Danach ging es weiter zum Besucherbergwerk „Grube Tannenberg“. Seit Ende des 15. Jahrhunderts wurde im oberen Waldgebiet des Vogtlandes Zinnerz gefördert.

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Untertage nahmen wir das Mittagessen, in Brot gebackenen Schinken, ein. Über die Schauhalde mit weitem Ausblick ging es weiter zum historischen Floßgraben, zur Talsperre Muldenberg und an der Meilerhütte vorbei zum Hotel. Wanderführerin Anja begleitete uns an vier Tagen bei allen Wanderungen und Besichtigungen. Sie vermittelte uns viel Wissenswertes über das sächsische Vogtland, seine Geschichte und Sehenswürdigkeiten. Bei der Planung der Wanderstrecken fand sie optimale Varianten für jeden Bedarf.

Am dritten Tag fuhren wir nach Morgenröthe-Rautenkranz. Im Geburtsort des ersten Deutschen im Weltraum, Sigmund Jähn, befindet sich die Deutsche Raumfahrtausstellung. Hauptanliegen dieser von einem Verein getragenen Einrichtung ist es, den Nutzen der Weltraumforschung für die Menschheit einer breiten Öffentlichkeit nahezubringen. In dieser erstklassigen Ausstellung sind originale Raumanzüge, einzigartige Bilddokumente, Modelle von Raumfahrzeugen und vieles mehr zu bestaunen.

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Anschließend fuhren wir zur Vogtland-Arena, einem der beliebtesten Ausflugsziele im Vogtland. Vom Schanzenturm aus konnten wir einen imposanten Panoramablick über die Berge genießen. Nach der Mittagspause in einem zum Restaurant umgebauten Doppelstockbus besuchten wir eine Geigenbauwerkstatt im „Musikwinkel“ des Vogtlandes.

Am vierten Tag stand wieder das Wandern auf dem Programm. Der Bus brachte uns zur Barthmühle. Mit Anja ging es entlang der weißen Elster bis zur Teufelskanzel, dann zur Pfaffenmühle und zurück zum Elstertal. Im Restaurant Lochbauer konnten wir bei Lagerfeuer-Romantik eine Kesselgulasch-Mahlzeit genießen.

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Danach überquerten wir die weiße Elster auf einem überdachten Holzsteg und wanderten zum Julius-Mosen-Turm, 435 m über NN. Durch das wildromantische Triebtal gelangten wir zum Loreleyfelsen und auf deren halber Höhe über die Elstertalbrücke. Sie gilt – nach der Göltzschtalbrücke – als zweitgrößte Ziegelsteinbrücke der Welt. Als Bestandteil der Bahnstrecke Leipzig-Hof überbrückt sie bei Jocketa das Tal der Weißen Elster. Das abendliche Programm mit Mike und dem Schachtelballett wurde mit viel Beifall belohnt.

Am fünften Tag besichtigten wir die Göltzschtalbrücke. Über die größte Ziegelsteinbrücke der Welt – erbaut in den Jahren 1846 bis 1851 aus mehr als 26 Millionen Ziegeln – verläuft ebenfalls die Bahnstrecke Leipzig-Hof. Die Brücke gilt als Wahrzeichen des Vogtlandes und überspannt bei den Orten Mylau und Netzschkau in einer Höhe von 78 Metern das Tal der Göltzsch.

Lorcher Reisegruppe an der Götzschtalbrücke

Danach folgte die Besichtigung der Schaumanufaktur Wittmann in Brockau. Das historische Textilunternehmen ist spezialisiert auf Entwicklung, Herstellung und Vertrieb hochwertiger deutscher Heimtextilien, wie exklusiver Plauener Spitzenstores, eleganter Tischwäsche und vieler anderer Artikel. Werksführungen während der laufenden Produktion finden bei derzeit über 20000 Besuchern jährlich beachtlichen Anklang. Maschinen aus dem Jahr 1912 arbeiten noch immer genauso zuverlässig wie moderne, computergesteuerte Anlagen. Mittagspause machten wir in der Gaststätte Kuhbergbaude bei Netzschkau. Neben der Gaststätte befindet sich der Kuhbergturm. Wolken verhinderten leider die sonst prächtige Aussicht über das nördliche Vogtland. Die am Fuß des Turms befindliche riesige Modellbahnanlage fand dafür umso mehr Zuschauer.

Nach der Mittagspause folgte eine einstündige Rundfahrt mit dem gut gepflegten Fahrgastschiff „Pöhl“. Hergestellt im Jahr 1977, versieht es auf der Talsperre zuverlässig seinen Dienst. Die Staumauer der Talsperre Pöhl ist eine gekrümmte Gewichtsstaumauer aus Beton. Erbaut von 1958 bis 1964 in der Nähe von Jocketa, erhielt sie ihren Namen von der im See versunkenen Ortschaft Pöhl. Die Talsperre ist nach der Größe des Speicherraums die zweitgrößte und nach der Höhe der Sperrmauer sowie nach der Wasserfläche die drittgrößte Talsperre in Sachsen. Sie dient dem Hochwasserschutz, der Energieerzeugung und der Freizeitgestaltung. Ihrer Größe und Bedeutung wegen wird sie auch „Vogtländisches Meer“ genannt und  die Umgebung „Vogtländische Schweiz“.

Am sechsten Tag fuhren wir über Bad Brambach nach Mariánské Lázně, dem zweitgrößten Kurort im Westen der Tschechischen Republik. Eine Stadtführerin zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser architektonischen Perle und Schatzkammer der Heilquellen. Die „Singende Fontäne“ und das Denkmal für den Abt Karl Kaspar Reitenberger befinden sich bei der gusseisernen Kolonnade aus dem Jahr 1869.

Zum Abschluss kehrten wir im Gasthof Kellerhaus in Aalen-Oberalfingen ein. Organisator Michael Schmidt dankte allen, die zum Gelingen der Ausfahrt beigetragen hatten. Mike Kusanitsch erwiderte den Dank an den Organisator im Namen aller Reiseteilnehmer, die das ausgewogene Programm mit viel Lob bedachten. Der Rückblick auf diese Ausfahrt findet am Samstag, den 22. November 2014 ab 14 Uhr im Wanderheim der Ortsgruppe Waldhausen statt.

Rund um den Altenbergturm

Am Sonntag, den 30. März 2014 wanderten wir bei Sulzbach-Laufen. Nach der Fahrt zum großen Parkplatz am Altenberg begann um 10.30 Uhr die Wanderung unter Führung von Günther Kößler. An der Strecke befinden sich zahlreiche Informationstafeln des Natur- und Traditionsweges Sulzbach-Laufen. Es lohnt sich, diese Tafeln zu beachten, denn sie vermitteln viel Wissenswertes über die Gegend.

Bereits nach drei Kilometern kehrten wir gegen 11.45 Uhr in der Gaststätte „Waldhorn“ in Kohlwald ein. Gut gestärkt brachen wir um 13.30 Uhr auf. Durch Wälder und freie Landschaft, überwiegend auf sehr guten Wegen ging’s zum Altenberg mit seinem markanten Aussichtsturm.

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Von der Plattform des Turmes (600 Meter über NN) bot sich uns bei herrlich sonnigem Wetter eine faszinierende Aussicht auf die Umgebung. Gesichtet wurden beispielsweise das Schloss in Ellwangen, die Windräder bei Bartholomä, die Wallfahrtskirche von Hohenstadt und die Kapfenburg. Auf dem und um den Turm gibt es zahlreiche Sitzmöglichkeiten, von denen rege Gebrauch gemacht wurde.

Die Streckenlänge beträgt 9,2 Kilometer (Draufsicht laut digitaler topografischer Karte 1 : 25000). Der Höhenbereich der Wanderung geht von 459 bis 559 Meter über NN (ohne Turm). Steigungen und Gefälle betragen jeweils etwa 160 Meter. Das Höhenprofil sieht schlimmer aus, als es ist. Der Streifen ganz oben im Bild kommt der Realität nahe.

Altenbergturm

Vom Altenberg stiegen wir über dessen Südseite ab, da der Weg dort weniger steil ist. Teilgenommen haben 33 Erwachsene und ein Hund.

Wer die Strecke ab dem 1. Mai erwandern möchte, findet an Sonntagen an der Westflanke des Berges die Jausenstation Altenberg.

Hauptversammlung 2014

An der Hauptversammlung der Ortsgruppe Lorch des Schwäbischen Albvereins nahmen am Freitag, den 7. März 2014 im großen Saal des „Muckensee – Waldcafe und Restaurant“ 35 Personen teil. Vorsitzender und Wanderwart Michael Schmidt begrüßte die Teilnehmer. Unter den Teilnehmern befand sich auch der Vorsitzende des Nordostalbgaus Gerhard Vaas. Später moderierte er geschickt die angeregte Diskussion vor der turnusmäßigen Wahl der Vorstände und Fachwarte.

Mit einer Schweigeminute wurde der im vergangenen Jahr verstorbenen vier Mitglieder gedacht. Die Fachwarte zogen in ihren Berichten überwiegend positiv Bilanz. Am 31. 12. 2013 hatte unsere Ortsgruppe 148 Mitglieder. Michael Schmidt mahnte, bei der Mitgliederwerbung nicht nachzulassen. Die mit der Ortsgruppe Waldhausen abgestimmte Wanderplanung ist weiter gut gediehen. In den Veranstaltungskalendern stehen nun alle Termine der beiden Ortsgruppen.

Unsere Ortsgruppe bot 2013 ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Spektrum von Aktivitäten. Michael Schmidt zählte 20 Wanderveranstaltungen auf. Daran nahmen 511 Erwachsene (52 weniger als 2012) und 2 Kinder (2 weniger als 2012) teil. Dank der Ortsgruppe Waldhausen konnte das relativ hohe Beteiligungsniveau gehalten werden. Insgesamt wurden 7038 Kilometer gewandert, was etwa der Strecke von Stuttgart nach Chicago in den USA entspricht. Michael Schmidt, der auch Wanderwart ist, dankte allen Wanderführerinnen und -führern für ihre Mühen beim Vorbereiten der Wanderungen. Auch im laufenden Jahr ist der Veranstaltungskalender reichlich gefüllt. Die Mehrtagesfahrt ins sächsische Vogtland mit zahlreichen attraktiven Programmpunkten ist bereits ausgebucht.

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Kassenwart Bernd Waldhauer berichtete von einem ausgeglichenen Haushalt mit leichtem Plus. Prüfer Rudi Rohr attestierte ihm hervorragende Arbeit und schlug seine Entlastung vor.

Die Wegewart Johannes Schmiedt berichtete ausführlich und mit großer Begeisterung über seine Tätigkeit, die er mit Horst Fritz zu bewältigen hatte. Leider beendet Horst Fritz seine Tätigkeit als Wegewart. Johannes Schmiedt will immerhin noch weitere zwei Jahre dieses mit viel Arbeit und Verantwortung verbundene Ehrenamt ausfüllen.

Stellvertretend für den im Urlaub befindlichen Gunther Belser sprach Wilfried Röder über die Aktivitäten der Montagswanderer. Anneliese Vogel trug deren tadellosen Kassenbericht vor. Die Senioren erwanderten 2500 Kilometer bei durchschnittlich 38 Teilnehmern pro Wanderung. Wichtiger als die Anzahl der Kilometer ist jedoch das gemütliche Beisammensein bei allen Veranstaltungen. Alle, die sich in irgendeiner Form aktiv für das Gelingen von Wanderungen, Beutentalfest oder Adventsfeier einsetzten, ernteten ein besonderes Lob.

Den Bericht über die Schelmenklinge trug vertretungsweise Gunter Weinich vor. Großes Lob ernteten Gunther Belser, Kurt Bode, Richard Frank, Horst Fritz, Roland Funk, Günter Hörsch, Michel Schmidt und Gunter Weinich. Alle Mitarbeiter wandten eine Unmenge Zeit für die Instandhaltung auf, ob in der Straubener Werkstatt oder zu Hause. Mehr als 400 Stunden kamen so zusammen. 2013 waren etwa 25 Modelle bereits vor dem 1. Mai in Betrieb. Dank ging auch an Familie Weller für die kostenlose Überlassung der Werkstatt in Strauben und an die Stadt Lorch für den finanziellen Zuschuss. Seit Anfang 2014 ist Hans Miller neu im Team.

Pressewart Günther Kößler berichtete über die Pressearbeit und die weitere Umsetzung des neuen Erscheinungsbildes des Schwäbischen Albvereins. Im Lauf der nächsten Monate wird es auch für die Internetseiten der Ortsgruppen das neue Design geben.

Die anwesenden Mitglieder erteilten den Fachwarten anschließend Entlastung. Michael Schmidt dankte allen für ihre langjährige Mitarbeit. Nach den Berichten folgten zunächst drei Ehrungen. Heinz Molt trat (in Abwesenheit) nach 28 Jahren vom Amt des ersten Stellvertreters des Vorsitzenden zurück, Horst Fritz vom Amt als Wegewart, das er 25 Jahre lang ausübte. Beide wurden mit einem großen Präsentkorb verabschiedet. Für langjährige und ehrenvolle Mitarbeit als Pressewart, Internetwart und Wanderführer verlieh Gerhard Vaas die Silberne Ehrennadel des Schwäbischen Albvereins an Günther Kößler. Der dankte dafür und meinte, dass er seine Vereinsarbeit auch ohne diese Auszeichnung fortführen würde.

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Michael Schmidt wollte eigentlich sein Amt als erster Vorsitzender niederlegen. Da noch kein Nachfolger gefunden wurde und dank der überzeugenden Moderation von Gerhard Vaas sagte er dann doch zu, seine Tätigkeit zunächst für weitere zwei Jahre fortzusetzen. Gerhard Heinrich erklärte sich bereit, die Nachfolge von Horst Fritz anzutreten. Bei den übrigen Ehrenämtern gab es keine Veränderungen. Die anwesenden Mitglieder stimmten mit überzeugender Mehrheit für das künftige Vorstandsgremium. Zum Abschluss führte Günther Kößler Digitalfotos aus dem Wanderjahr 2013 vor.

Familienabend 2013

31 Personen folgten am Freitag, 25. Oktober, der Einladung zum Familienabend im Muckensee – Waldcafe und Restaurant. Vorsitzender Michael Schmidt ehrte diesmal vier langjährige Mitglieder.

Maik Kusanitsch ist seit 25 Jahren dabei, ebenso wie Hanswerner Westphal. Letzterer ist auch Wanderführer und Mitorganisator bei den Montagswanderern. Beide gehen mit ihren Ehefrauen sowohl bei den normalen als auch bei den Montagswanderungen fleißig mit.

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Christian Kolb ist seit 40 Jahren Mitglied. Er ist zwar eher kein Wanderer, engagiert sich aber auf seine Weise für den Verein. Er kutschiert die Wanderer überall hin und brachte uns in den letzen Jahren bei fünf Mehrtages-Ausfahrten sicher ans Ziel und zurück. Helene Jasse ist seit 70 Jahren Mitglied. Bereits kurz vor dem Ende des zweiten Weltkrieges trat sie als Jugendliche dem Schwäbischen Albverein bei. Die Geehrten erhielten eine Urkunde und ein ansprechendes Präsent.

Gerlinde Lüftner unterhielt danach die Anwesenden mit mehreren lustigen Beiträgen. Gudrun Lud unterstützte sie tatkräftig dabei. Die Lachmuskeln des Publikums hatten Schwerstarbeit zu leisten. Gunther Belser führte Fotos von der Wanderausfahrt nach Slowenien vor. Alle Akteure wurden mit reichlichem Beifall belohnt. Danach klang der Abend bei gemütlicher Unterhaltung langsam aus.