Schelmenklinge

Paten gesucht

Wir Wasserräder suchen für uns weitere Paten, die eines oder mehrere Modelle hegen und pflegen wollen. Auch über neue Brüder und Schwestern würden wir uns freuen. Dazu steht uns in Strauben eine Werkstatt zur Verfügung. Man sollte nur etwas Zeit und handwerkliches Geschick haben. Interessierte bitten wir, unter (0 71 72) 64 08 für nähere Auskünfte anzurufen.

schelm11

Informationen gesucht

Seit längerer Zeit ist die Schelmenklinge im Internet vertreten. Die Berichte und Bilder auf diesen Seiten sind erst ein Anfang. Vieles wissen wir noch nicht. Daher sind wir auf die Hilfe der alteingessenen Bevölkerung angewiesen.

Wir wissen inzwischen, dass Stadtschultheiss Sigel und Fabrikant Dieterle (die im untenstehenden RZ-Artikel erwähnt werden) auf der Suche nach touristischen Angeboten lediglich vorgeschlagen haben, die Schelmenklinge touristisch zu verwerten und Zugänge zu schaffen. Schon Mörike (1804 – 1875) hat viel Jahrzehnte vorher die bizarren Felsen bei Bruck gekannt und in einem Gedicht erwähnt. Den Text des RZ-Artikels dürfen wir trotzdem aus urheberrechtlichen Gründen nicht ändern.

Inzwischen ist auch bekannt, woher der Name „Schelmenklinge“ stammt. Aus dem Heimatbuch der Stadt Lorch geht hervor, dass sich dort in früherer Zeit „Schelme“ vor dem Zugriff der Obrigkeit versteckt hätten. Als Schelm bezeichnete man damals ehrlose, unehrliche Menschen, Halunken oder Gauner, Betrüger und Diebe. Also alles andere, als zu lustigen und mutwilligen Streichen aufgelegte Menschen, denen man heute gern diese Bezeichnung zuordnet.

Oft werden wir gefragt, wie der kleine Bach durch die Schelmenklinge heißt. Noch ist uns kein Name bekannt. Wer uns weiterhelfen kann, sollte sich über das Kontaktformular auf der Schelmenklingen-Homepage oder telefonisch unter (0 71 72) 64 08 mit uns in Verbindung setzen.

Da ältere Leute das Internet eher selten nutzen dürften, rufen wir hiermit vor allem die jüngere Generation auf, im Familienkreis dieses Thema anzusprechen. Vielleicht wissen die Ältesten noch irgend etwas. Wir sind auch für den kleinsten Hinweis dankbar!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Der folgende Beitrag von Herrmann Fischer aus Lorch in der Rems-Zeitung vom 29. 4. 1977, Seite 15 (Abschrift) soll Ihnen einen Blick in die jüngere Vergangenheit gewähren. Zu den Aussagen über die Entdeckung der Schelmenklinge liegen allerdings inzwischen andere Erkenntnisse vor.

Die Genehmigung für die Veröffentlichung dieses rekonstruierten Beitrags im Internet wurde freundlicherweise durch Herrn Heinz Strohmaier von der Redaktion der Rems-Zeitung erteilt.

Ein Festle an der Schelmenklinge

Das beliebte Lorcher Ausflugsziel im Frühjahr instand gesetzt

LORCH (fi) – Ein kleines „Einweihungsfestle“ steigt am Sonntag, 1. Mai, auf der Wiese unterhalb der Schelmenklinge. Dieser beliebte Ausflugsort wurde in letzter Zeit durch eine Vielzahl von Idealisten wieder instand gesetzt.

Veranstalter der Fete, deren Erlös der weiteren Stadtverschönerung und dem Ausbau und der Verbesserung der Wanderwege dienen soll, sind die Verkehrs- und Werbegemeinschaft und der Ortsverschönerungsverein.

Ab 10.30 Uhr spielt der Posaunenchor Plüderhausen Wander- und Mailieder, während der Musikverein „Edelweiß“ Weitmars ab 13 Uhr für gute Laune sorgt. Auch das leibliche Wohl der Wanderer soll nicht zu kurz kommen. Für Gehbehinderte fahren übrigens einige Pferdedroschken zum Ort des Geschehens.

Schon im Jahre 1884 wurde die Schelmenklinge vom damaligen Schultheiß Sigel und dem damaligen Stockfabrikanten Dieterle entdeckt. Der Verschönerungsverein legte damals Wege an und machte die Klinge zugänglich. Im Lauf der vielen Jahre fanden sich immer wieder Lorcher, die sie instand hielten.

So besserten auch in diesem Frühjahr wieder Idealisten den Wasserfall, das Bachbett und die Wege aus. Neben einigen Rentnern wirkte auch die Lorcher Aktion Jugendtreff mit.

Viele Lorcher können sich wohl noch daran erinnern, daß die Klinge einmal mit sehr schönen und netten Wasserspielen bestückt war und deshalb gerne von Familien mit Kindern als Ziel eines Spaziergangs gewählt wurde.

Diese Idee wurde nun wieder aufgegriffen, und einige Bastler machten sich an die Arbeit. Seit einigen Tagen kann man neben einigen Wasserspielen auch die Lorcher Stadtkirche in Kleinformat bewundern. Sie hat auf einem Felsen, unterhalb des wieder in Gang gebrachten Wasserfalls, einen wunderbaren Platz erhalten. Karl Siegner hat sie in mühevoller Kleinarbeit in etwa 180 Arbeitsstunden gebastelt.

Man hofft aber, daß die Mühe der uneigennützigen Helfer nicht durch mutwillige Zerstörung „belohnt“ wird. Wer etwas zur Ausgestaltung der Klinge basteln will, kann dies in unbegrenztem Ausmaß tun. Die Klinge ist groß, und Wasserspiele und ähnliches können jederzeit eingebaut werden. Auch wurden wieder recht nette und attraktive Ruhebänkchen aufgestellt, so auch eines aus alten Speichenwagenrädern.

hassert3

Zwei der vielen Helfer

…die zur Instandsetzung der Lorcher Schelmenklinge
beitrugen, sind Erich Hassert und seine Frau Luise. Foto: fi

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Das zum Artikel gehörende und die beiden folgenden Bilder wurden
freundlicherweise von den Familien Hassert und Weng zur Verfügung gestellt.

hassert2 hassert1

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

kirche

Die neue Kirche

Es gab schon einmal eine Kirche in der Schelmenklinge – siehe RZ-Beitrag oben. Nachdem ihr Witterung, Wasser und Verschleiß arg zugesetzt hatten, soll sie irgendwo verschwunden oder anderen Informationen nach gestohlen worden sein. Seit 2007 gibt es eine neue. Ihre Besonderheit ist, dass sich die Turmhaube dreht und seit kurzem läutet sogar eine kleine Glocke.

wegwsk